Chronik

HSV Götzenhain: Verein seit 1954!

Der Handballsportverein Götzenhain 1954 e.V. wurde am 01.07.1954 von 25 handballbegeisterten Herren in der Gastwirtschaft "Darmstädter Hof", dem damaligen Vereinslokal und bekannt als "Hannikel", gegründet.

 

Zwei aktive Herrenmannschaften gingen damals ihrer Leidenschaft, dem Handballspielen, nach. Schon im Jahr 1957 konnten die HSV-Verantwortlichen ein Gelände zum Bau eines Sportplatzes erwerben und den Spielbetrieb auf dem eigenen Sportplatz aufnehmen. Zu diesem Zeitpunkt konnte der Handballsportverein auch eine Jugendmannschaft aufstellen und zur Punktrunde anmelden.

 

Als dann noch eine RAD-Baracke als Umkleideraum und Vereinslokal in Selbsthilfe aufgestellt wurde hatte der HSV sein erstes eigenes Zuhause geschaffen.

In diesen Jahren wurde Feldhandball gespielt und der Verein konnte große Erfolge von der B-Klasse bis hin zur Südhessischen Handball-Oberliga feiern.

 

Mit der Zeit setzte sich der Hallenhandball immer weiter durch. 1966/67 kamen die Mitglieder des HSV und die Verantwortlichen im Vorstand zu dem Entschluss eine Halle für den Handball zu bauen. Ein schweres Unterfangen für einen Verein mit 100 Mitgliedern. Mehr als 40.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden wurden von den HSV-Mitgliedern erbracht um die Halle zu erbauen. Es gelang!

 

Die in Selbsthilfe erbaute Sporthalle mit internationalem Handballfeld, Tennisfeld, Umkleide- imd Duschräumen, die Gaststätte sowie die Kegelbahnen wurden im September 1967 eingeweiht und ihrer Bestimmung übergeben.

 

Der Aufschwung blieb nicht aus, durch die neue Halle kamen sehr viele Kinder in die Abteilungen Handball und Gymnastik und es zeigte sich, dass der Entschluss zum Bau einer Halle richtig war.

 

Auch große internationale Handballmannschaften besuchten im Laufe der Jahre die Sporthalle. Bukarest, Dukla-Prag, Vfl. Gummersbach, Firschauf Göppingen, SG Leutershausen, Wallau-Massenheim, Grosswallstadt und viele inzwischen immer noch mit dem HSV befreundete Mannschaften aus den Niederlanden, Japan, Spanien, Rumänien und Ungarn kamen zu den Turnieren des HSV.
Sogar der "Blaue Bock" machte 1973 Station in der HSV-Sporthalle mit seiner Fernsehübertragung.
Hinzu kamen viele sportliche Erfolge des HSV in der Aktiven- und Jugendarbeit.

 

Freude kam auf, als der Vorstand 1989 berichtete: "Wir sind fast schuldenfrei!"

 

Die Freude währte nicht lange, denn am 3. Februar 1990 kam der schwärzeste Tag der Vereinsgeschichte. Der Orkan "Wiebke" fegte über das Dreieich-Gebiet und über Götzenhain hinweg und zerstörte die HSV-Sporthalle.
Fassungslos standen die Vereinsmitglieder vor den Resten der Handballhalle, die sie mit ihren eigenen Händen und vielen finanziellen Opfern errichtet hatten.
Noch in der gleichen Nacht fassten die HSV-Verantwortlichen und Mitglieder den Entschluss "Wir wagen es und bauen eine neue Halle".

 

Doch der Spielbetrieb musste weitergehen, man war ja mitten in der Runde. Da zeigte sich, dass Sportler zusammenhalten. Alle Dreieicher Vereine teilten ab sofort ihre Hallen mit den Handballern des HSV und alle politische Parteien im Stadt- und Kreisparlament unterstützten die Götzenhainer.

Sogar zwei Meisterschaften konnten im April dieses Jahres gefeiert werden. Wenigstens etwas Erfreuliches.

 

Wieder fing der HSV von vorne an. Gelder wurden gesammelt, Kreditgeber gesucht und schließlich mit dem Bau der Halle angefangen. Am 18. Oktober 1991 wurde dann die neue, inzwischen zweite Halle, eingeweiht und ihrer Bestimmung übergeben.

 

Der HSV verfügte jetzt nicht nur über eine noch schönere Halle, sondern auch über einen Gymnastikraum im 1. Stock, Büro, eine Wohnung für den Wirt und über weitere vereinseigene Räume, wie den Jugendraum.

 

2001/02 wurden die Toilettenanlagen im Erdgeschoss komplett saniert, 2003 waren die Kegelbahnen mit den Verschönerungs- und verbesserungsarbeiten dran. Die Aussenfassade wurde renoviert, der Vorraum der Halle und Gaststätte erhielt einen neuen Anstrich und die Beleuchtung wurde erneuert.

 

In den letzten Jahren wurden die Umkleidekabinen im Keller saniert und auch in den Räumen des Restaurants, auf dem Vorplatz und auf dem Sportgelände hat sich einiges getan.

Neue sportliche Angebote, wie Rugby und Bogensport und eine Orientierung auf Kursprogramme wurden in Angriff genommen.

Die Energie für den traditionellen Rosenmontagsball wurde auf das seit 2009 stattfindende Oktoberfest umgeleitet.

 

Ein zukünftiges Ziel des Vereins muss es sein finanziell ausgeglichen zu wirtschaften und einen Fokus auf Bewegungsangebote für Ältere zu legen, dabei aber die Jugendarbeit nicht außer Acht zu lassen.

Es bleibt also viel zu tun, wir danken allen recht herzlich, die uns unterstützten und unterstützen, denken an all die, die in den vergangen Jahren verstorben sind und hoffen, dass der Verein noch viele weitere Jahre besteht!

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